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Virtueller Aufführungsraum

Das vergleichende Erleben von Aufführungsräumen ist nur durch deren Simulation machbar. Im Gegensatz zur Simulation einzelner Objekte ist die Simulation ganzer Umgebungen eine technische Herausforderung, vor allem wenn keine Raummodelle sondern reale Räume optisch und akustisch in einer Laborumgebung wiedergegeben werden sollen.

Im Rahmen des SEACEN-Projekts P9 - Audio-visual perception of acoustical environments wurden die optischen und akustischen Eigenschaften von sechs Konzertsälen, Kirchen und Theatern erfasst und durch Videoprojektion und kopfhörerbasierter Wiedergabe im Labor wiederhergestellt. Dabei wurde versucht, den physikalischen Eigenschaften möglichst nahe zu kommen:

- Eine halbrunde und hohe Leinwand bietet ein großes Sichtfeld (161° horizontal , 56° vertikal).

- Fünf vertikal gedrehte Full-HD-Projektoren erzeugen überlappend ein 7m breites und 3m hohes Bild mit einer Auflösung von 4754 Pixeln horizontal und 1872 Pixeln vertikal.

- Aktive Stereoskopie ermöglicht eine dreidimensionale Abbildung.

- Eine streng positionsbezogene Datenerfassung, Datenverarbeitung und Planung der Wiedergabeanordnung stellt eine korrekte Projektionsgeometrie sicher.

- Dynamische Binauralsynthese mit hoher räumlicher Auflösung, Frequenzgangskompensation, minimaler Systemlatenz, Crossfade-Kompensation und individueller ITD-Adaption erzeugt eine dreidimensionale Audiowiedergabe, die von den meisten Menschen nicht mehr zuverlässig als Simulation erkannt werden kann.

- Ein am Fachgebiet entwickeltes Audiowiedergabesystem bestehend aus einem frequenzgangskompensierten extraauralen Kopfhörer und einem hochperformanten und rauscharmen Verstärker bildet zusammen mit dem Binauralsynthese-System ein Referenzwiedergabesystem für virtuelle Akustik.

Lupe [1]

Ergebnis dieses technischen Aufwands ist eine hoch-immersive Simulation von Aufführungsräumen. Sie ist geeignet, der Versuchsperson das Gefühl der Anwesenheit im Saal zu vermitteln. Sie dient zunächst als reines Forschungswerkzeug, mit dem grundlegende Fragen der audiovisuellen Wahrnehmung künstlerischer Inhalte experimentell untersucht werden können.

Zum Projekt [2]

Am Experiment teilnehmen [3]

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